Dr. Robert Cialdini: Psychologie des Überzeugens

Dr. Robert Cialdini: Psychologie des Überzeugens

Feb 04

Für alle, denen Dr. Robert Cialdini kein Begriff ist, ein etwas älteres Video aus seiner Zeit an der University of Arizona, in der er die 6 von ihm und seinen Mitarbeitern erforschten Prinzipien des Überzeugens umreißt:

Reziprozität: Tut man einer Person einen Gefallen, ist sie viel häufiger geneigt, ja zu sagen, wenn man sie nach einem Gefallen fragt.

Künstliche Verknappung: Ein Objekt erscheint begehrenswerter, wenn es limitiert oder nur zeitlich begrenzt ist.

Autorität: Wir richten unser Handeln an der Meinung von Experten oder Autoritäten aus.

Konsistenz: Wir richten unser Handeln an unseren früheren Handlungen aus und bringen Opfer, um konsistent zu unseren Vorhandlungen zu bleiben.

Ähnlichkeit, Sympathie: Wir richten unser Handeln an der Meinung von Personen aus, die uns ähnlich sind oder die wir sympathisch finden.

Konformität: Wir richten unser Handeln and der Meinung der uns umgebenden Mehrheit aus.

Für mehr Informationen zu diesen Prinzipien und den entsprechenden Studien sei auf Robert Cialdinis Bücher “Influence – Die Psychologie des Überzeugens” und “Yes!” verwiesen.

Dr. Robert Cialdini: Psychologie des Überzeugens
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The energy of money – Affirmation

The energy of money – Affirmation

Feb 04

Leider nur in Englisch und sieht unfreiwillig komisch aus, aber einfach mal ausprobieren kostet ja nichts.

The energy of money – Affirmation
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Affirmationen machen stark

Affirmationen machen stark

Feb 04

Ein paar so wirkungsvolle wie entspannende Affirmationen, die ich bei Youtube gefunden habe. Gut um sich zwischen all dem Stress wieder zu erden und daran zu erinnern, worum es wirklich geht.

Affirmationen machen stark
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Entwickle Selbstvertrauen – dein Anfängerguide zur Selbstverwirklichung

Entwickle Selbstvertrauen – dein Anfängerguide zur Selbstverwirklichung

Feb 04

Stell dir dich als Dartscheibe vor. Alles und jeder um dich herum kann früher oder später zu einem Dartpfeil werden. Diese Dartpfeile zerstören deine Selbstachtung und ziehen dich auf Weisen nach unten, an die du dich später nicht einmal erinnern kannst. Lass sie dich nicht zerstören oder deiner Kraft berauben.  Es gibt so viele Dartpfeile, denen du aus dem Weg gehen solltest. Hier sind einige davon.

Dartpfeil #1: Negatives Arbeitsumfeld

Hüte dich vor der „Jeder frisst jeden“-Theorie, nach der jeder sich im ständigen Kampf befindet, um voranzukommen. Das ist ein Feld, in dem normalerweise nur Menschen vorwärtskommen, die überhaupt nichts zu schätzen wissen und die niemand leiden mag.

Niemand wird deine Beiträge wertschätzen, selbst wenn du regelmäßig das Mittagessen und Abendessen auslässt und bis spät in die Abendstunden bleibst. Meistens findest du dich dann irgendwann in der Situation wieder, viel zu viel arbeiten zu müssen, ohne dass dir irgendjemand hilft.

Halten dich aus diesem Spiel heraus. Es ruiniert dein Leben, deine Gesundheit und dein Selbstachtung. Wettbewerb  ist nicht Schlechtes. Sei erwachsen genug, um einem ehrlichen, gesunden Wettbewerb zu konkurrieren. Das Fleisch der Konkurrenten im „Jeder frisst jeden“ verdirbt dir nur den Magen und irgendwann machst du schlapp und wirst selbst gefressen.

Dartpfeil #2: Das Verhalten anderer Menschen

Planierraupen, Arschkriecher, Klatschtanten, Heulsusen, Verräter, Fallensteller, Kontrollfreaks, Nörgler, Meckerfritzen, Tobsüchtige, Oberlehrer, … es gibt so viele Menschentypen, die eine schlechte Schwingung in deine Umwelt und auch dein Selbstgefühl tragen. Die beste Medizin dagegen ist: Geh ihnen aus dem Weg. Du kannst solche Menschen nicht ändern. Wenn du sie nicht ändern kannst und sie für dich nicht gut sind, dann geh woanders hin. Wie Nietzsche einmal sagte: Den wahrhaft großen Menschen steht die Welt offen.

Dartpfeil #3: Veränderungen in der Umwelt

Du kannst kein grüner Käfer auf einem braunen Feld sein. Änderungen fechten unsere Paradigmen an. Sie prüfen unsere Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und ändern die Weise, wie wir denken. Änderungen machen das Leben für eine Weile schwierig, verursachen Druck, aber sie helfen uns, Wege zu finden, unser Selbst zu verbessern. Veränderung wird es immer geben. Sei aufgeschlossen dafür. Denk daran, wie viele gute Veränderungen du schon erlebt hast.

Dartpfeil #4: Vergangene Erfahrungen

Es ist okay zu weinen oder „Autsch!“ zu sagen, wenn wir Schmerz erfahren. Aber lass den Schmerz sich nicht in Furcht verwandeln. Sie könnte dich sonst packen und durch die Gegend wirbeln. Behandle jeden Fehler und jedes Scheitern als wertvolle Lektion.

Dartpfeil #5: Negative Weltsicht

Fokussiere deinen Blick und schau auf das nackte Ding an sich. Lass dich nicht von all der Negativität in der Welt übermannen und deine Interpretation der Wirklichkeit von negativen Paradigmen leiten. Wenn du es zulässt, ist alles schlecht und alles grau. Beim Aufbau von Selbstachtung heißt es zu lernen, auch aus den schlechtesten Situation das Beste zu machen.

Dartpfeil #6: Determinierungs-Theorie

Man sagt, dass das, was du bist, und deine Verhaltensweisen ein Produkt sind aus geerbten Merkmalen (Genetik), Erziehung (psychisch) und Umwelteinflüssen wie von deinem Partner, deiner Firma, der Wirtschaftssituation generell oder deinem Freundeskreis. Du hast deine eigene Identität. Wenn dein Vater ein Versager war, bedeutet das nicht, dass du ein Versager sein musst. Lern aus der Erfahrung anderer Leute, so dass du nicht die gleichen Fehler begehen musst.

Manchmal fragst du dich vielleicht, ob einige Leute einfach nur geborene Anführer oder geborene Positiv-Denker sind. NEIN! Positiv zu sein und positiv zu denken, liegt eine freie Entscheidung zugrunde. Niemand ist geboren, um 30 Jahre später dieser oder jener zu sein. Du bist geboren, um dich durch deine Entscheidungen selbst zu formen.

Selbstvertrauen aufzubauen und den Weg zu ebnen für die eigene Selbstverbesserung ist eine freie Entscheidung und nicht etwa ein Gesetz oder ein Talent. Gott wird nicht vom Himmel herabsteigen und dir sagen: „Du hast jetzt die Erlaubnis, Selbstvertrauen aufzubauen und dich selbst zu verbessern.“

Im Leben ist es oft nicht einfach, stark zu bleiben, besonders wenn Dinge oder Menschen um dich herum dich ständig herunterziehen. Wenn wir das Schlachtfeld betreten, sollten wir die richtige Rüstung tragen – eine, die sich als kugelsicher bewiesen hat. Jede Entscheidung im Leben eröffnet uns eine Reihe neuer möglicher Entscheidungen. Während des Kampfes werden wir ganz sicher getroffen und tragen Kratzer davon. Eine kugelsichere Rüstung zu tragen, heißt idealerweise „Selbstveränderung“ – Veränderung, die aus dir selbst entspringt, freiwillig, in deiner Haltung, deinem Verhalten und deiner Denkweise.

Selbstvertrauen aufzubauen führt zu Selbstverbesserung, wenn wir beginnen, Verantwortung zu übernehmen dafür, wer wir sind, was wir haben und was wir tun. Es ist wie ein Flamme, die sich allmählich von innen nach außen verbreitet.

Wenn wir Selbstachtung entwickeln, kontrollieren wir unsere Ziele, Werte und unsere Disziplin.  Selbstachtung bewirkt Selbstverbesserung, Wertschätzung und Entschlossenheit. Also wie kannst du anfangen, die einzelnen Bausteine zum Aufbau von Selbstbewusstsein aufeinander zu stapeln? Ganz einfach: Sei positiv! Sei zufrieden und glücklich. Sei dankbar. Verpass nie die Gelegenheit, dir ein Kompliment zu machen. Eine positive Lebenseinstellung wird dir dabei helfen, Selbstvertrauen aufzubauen.

Entwickle Selbstvertrauen – dein Anfängerguide zur Selbstverwirklichung
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5 Schlüsselkompetenzen für Erfolg

5 Schlüsselkompetenzen für Erfolg

Feb 04

Menschen mit Respekt zu behandeln, gewinnt Vertrauen und fördert dauerhafte Beziehungen. Und so funktioniert’s …

1 Sei pünktlich.

Komm frühzeitig zu Verabredungen und Sitzungen. Plane Zeitmeilensteine in dein Tagesprogramm ein, die dir sagen, wann du anfängt, dich auf eine Verabredung vorzubereiten. Das heißt, wann du mit deiner aktuellen Arbeit aufhörst, die Materialien für die Sitzung oder Verabredung zusammensuchst und dich auf den Weg machst. Berechne Zeit für Verzögerungen ein, besonders wenn du fahren musst. Denk daran: Die einfachste Art, das Vertrauen anderer Menschen in dich zu zerstören, ist, ihre Zeit zu vergeuden.

2 Kommuniziere mit anderen Menschen.

Beantworte Telefonanrufe und ruf zurück. Höre aufmerksam zu, wenn Leute mit dir sprechen. Lass sie ausreden. Zeige Interesse an anderen, bevor du über dich selbst sprichst. Während eines Telefongesprächs widme deine ganze Aufmerksamkeit dem, was die andere Person sagt, anstatt nebenbei anderen Tätigkeiten nachzugehen, wie dem Abrufen von E-Mails oder dem Spielen von Computerspielen. Rufe andere Menschen nur an, wenn du ihnen deine volle Aufmerksamkeit widmen kannst. Denk daran: Leute zu ignorieren, ist unhöflich und unprofessionell.

3 Plane Projekte.

Zum Beispiel bereite immer eine Tagesordnung für Sitzungen vor. Kontaktiere wichtige Teilnehmer vor der Sitzung, um ihre Ansichten zu hören, Vorschläge für Tagesordnungspunkte zu erbitten und ihnen zu erklären, wie sie sich auf die Sitzung vorbereiten können. Versende die Tagesordnung mit ausreichend Vorlaufzeit vor der Sitzung an alle Teilnehmer, damit sie Zeit haben, sich vorzubereiten. Denk daran: Schlechte Sitzungen zeigen die Unfähigkeit, andere Menschen zu führen.

4 Sei höflich.

Finde das Gute in jedem. Beglückwünsche andere. Vermeide, Klatsch zu verbreiten oder auf ihn zu hören. Mache nie jemanden lächerlich, beleidige ihn oder treibe Scherz auf Kosten anderer Leute.

Verwende positive Wörter und sprich über das, was du wünschst und wie die Dinge sein sollten. Vermeide, den Handlungen und Ansichten anderer Menschen Motive zu unterstellen oder sie zu verurteilen. Denk daran: Unhöflichkeit schädigt jede Beziehung.

5 Hilf anderen.

Sei ein Mentor für Neulinge. Teile Ideen. Unterrichte Leute in Fertigkeiten, die ihnen helfen, sich selbst zu übertreffen. Arbeite mit einer Einstellung des Überflusses. Strebe Gewinn / Gewinnergebnisse an. Lass andere zuerst sprechen, sogar über Dinge, in denen du ein Experte bist. Gib zuerst, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Denk daran: Egoistische Menschen müssen am Ende nur umso härter arbeiten.

5 Schlüsselkompetenzen für Erfolg
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Erstaunlich, was uns wirklich motiviert

Erstaunlich, was uns wirklich motiviert

Feb 04

Was uns wirklich motiviert, zeigt diese Animation zu einem Vortrag des New York Times and Wall Street Journal-Autors Daniel Pink, gehalten im Rahmen der RSA Talks, ausgerichtet von der Royal Society of Arts Academy, Großbritannien. Das für viele sicher nicht so überraschende Fazit: Mehr Geld, ein höheres Gehalt oder höhere Boni führen nicht automatisch zu besserer Arbeitsleistung. Es kann sogar genau das Gegenteil der Fall sein. Geld ist dann ein Motivator für bessere Leistung, wenn es knapp ist. Bei ausreichendem Einkommen verliert Geld seine motivierende Wirkung. Stattdessen von Bedeutung sind dann Dinge wie Entscheidungsautonomie, die Möglichkeit exzellent in etwas zu sein und nicht zuletzt Sinn zu schaffen und Sinn zu empfinden in dem, was man macht.

Erstaunlich, was uns wirklich motiviert
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NLP-Grundlagen: Was ist und wie funktioniert NLP

NLP-Grundlagen: Was ist und wie funktioniert NLP

Nov 28

NLP ist mittlerweile ein gängiger Begriff in allen Bereichen, die mit Kommunikation zu tun haben, wie in der Wirtschaft, im Coaching, der Therapie und in vielen Bereichen des Alltags.

Lange wurde NLP als unwissenschaftlich bezeichnet und abgewertet. Nach 30 Jahren nun stellt sich heraus, dass sie zur am weitesten verbreiteten Methode der Weiterbildung geworden ist. Begriffe wie „Ressourcen“, „Zielorientierung“ werden nur deshalb heute so selbstverständlich in die Alltagssprache integriert, weil die vielfältigen Methoden der neurolinguistischen Programmierung, angewandt von Kommunikationstrainern, Therapeuten oder Managern, im Geschäftsleben und im Alltag zu einem allgegenwärtigen Thema geworden sind.

Bevor wir den Begriff NLP genauer klären, einiges zu den Voraussetzungen

Intelligenz ist die Fähigkeit zur Reflexion, also zum Erkennen von Mustern, Strukturen und Zusammenhängen. Die Fähigkeit diese Erkenntnisse für sich zur Problemlösung zu nutzen gehört dazu. Dies ist ein sehr komplexer Vorgang, welcher ausgesprochen anfällig für Störungen ist. Das zeigt sich in den mannigfaltigen Fehlentscheidungen und psychologischen Problemen vieler Menschen.

Um diese Probleme zu reduzieren, bemüht man sich, ihnen diesen Prozess bewusst zu machen, bei der Reflexion und der Veränderung behilflich zu sein.

Ein sehr differenziertes Modell, welches versucht diesen vielschichtigen Vorgang zu erklären und zu spiegeln ist das Modell der „Neurolinguistischen Programmierung“, NLP in Kurzform. Es hilft Dir, diesen komplexen Vorgang, der Dich zu Fehlentscheidungen animiert oder psychologische Störungen verursacht, mittels veränderter Selbstreflexion anders zu sehen und zu beurteilen. Diese veränderte Sichtweise ist die Grundlage für ein neues Modell von der Umwelt und die Grundlage für das Ablegen alter Verhaltensmuster mit der Chance für neue.

Geschichte des NLP

Das NLP war ursprünglich als neues Verfahren der Kurzzeit-Psychotherapie entwickelt worden. Der damalige Mathematikstudent und spätere Psychologe Richard Bandler und der Linguist John Grinder entwickelten es Anfang der 70er in den USA, an der University of California in Santa Cruz. NLP wurde von ihnen als das Studium der Struktur subjektiver Erfahrungen beschrieben und seiner Folgerungen daraus. Gregory Bateson, dessen Assistent Grinder zeitweilig war, soll ebenfalls einen gewissen Einfluss auf das NLP gehabt haben, wobei er sich nach anfänglicher Begeisterung später von den beiden distanzierte.

In der Folgezeit interessierten sich Bandler und Grinder besonders für drei Therapeuten verschiedener Ausrichtungen, welche zu ihrer Zeit besonders erfolgreich auf ihrem Therapiegebiet tätig waren. Sie wollten die Vorgehensweisen/Techniken herausfinden, die diese Therapeuten so erfolgreich machte. Es handelte sich dabei um den Gestalttherapeuten Fritz Perls, die Familientherapeutin Virginia Satir und den Hypnotherapeuten Milton H. Erickson.

Mithilfe der Analyse von Sprache und Körpersprache der drei Therapeuten und ihrer Arbeitsweise sollten bestimmte Interventionstechniken herausgearbeitet werden. Diese Erkenntnisse zusammen mit den Erkenntnissen aus der Linguistik waren der Grundstock zur ersten NLP-Schule.

Mitte 1970 wurden erste Berichte dazu in zwei Büchern veröffentlicht. Zuerst entwickelten Bandler und Grinder das „Preferred Representational System“, welches die individuell unterschiedliche Wahrnehmung der Umwelt feststellt, vornehmlich über bestimmte Sinneswahrnehmung. 1976 wurden die Sprachstrukturen von Perls und Satir untersucht und darauf aufbauend das Meta-Modell der NLP entwickelt, auf das später noch näher eingegangen wird. 1979 wurde aus den Beobachtungsergebnissen des Hypnotherapeuten Erickson das Milton-Modell erarbeitet.

Das NLP-Methodenbündel wurde nach und nach erweitert, indem herausragende Künstler, Manager, Verkäufer, Pädagogen, Personen aus dem Rechtswesen, usw. beobachtet und deren spezielle Methoden analysiert wurden.

Verschiedene psychotherapeutische Ansätze aus Gestalttherapie, Familientherapie und Hypnotherapie werden im NLP vereint, um zu einem ziel- und lösungsorientierten Therapieverfahren zu kommen. Auch für andere Bereiche der Kommunikation, wie das Coaching oder für Managementtechniken ist Methode der neurolinguistischen Programmierung von großem Nutzen.

Leider wird NLP oft nur auf eine Sammlung unterschiedlicher psychologischer Verfahren und Modelle reduziert. Es wird unterstellt, dass es nur darum geht, eine effizientere zwischenmenschliche Kommunikation und somit Einflussnahme zu erzielen. NLP ist aber keine Technologie, sondern ruht auf epistemologischen und methodologischen Grundlagen.

Die meisten Untersuchungen zu NLP fanden in den 80er Jahren statt. Aus neuerer Zeit stammt „NLP and Learning“ – ein Projekt, welches an der University of Surrey die epistemologischen Grundlagen des NLP neu überdenkt. In dem Projekt werden die neuesten Ergebnisse der Kognitionsforschung, insbesondere der kognitiven Linguistik für das NLP ausgewertet.

NLP wird von vielen Anwendern und Verbänden als ein Modell menschlichen Lernens und menschlicher Kommunikation betrachtet, weniger als eine Wissenschaft oder eine Form der Psychotherapie. Auf dem Weiterbildungsmarkt für Methoden des Kommunikations- und Verhaltenstrainings gehört die neurolinguistische Programmierung neben der Transaktionsanalyse, dem Psychodrama und der themenzentrierten Interaktion usw. zu einer der gängigsten Methoden.

Eine Weiterentwicklung der „Werkzeuge“ des NLP findet vor allem außerhalb des Lehrbetriebes, in der Anwendung statt. Seit Anfang der 80er ist NLP auch in Europa präsent, verschiedene Ausbildungsinstitute bieten unterschiedliche Ausbildungsabschlüsse an, welche heute bezüglich Inhalten und Ausbildungsdauer über nationale Verbände festgelegt sind.

Was ist NLP genau, um was geht es?

Wer beruflich mit Kommunikation zu tun hat für den ist NLP heute ein bedeutsames Konzept für Kommunikation und Veränderung. Seine Anwendung hat die Stärkung der inneren Ressourcen zum Ziel. NLP kann man beschreiben als die Struktur subjektiver Erfahrung. Es untersucht die Struktur, bzw. „Programmierung“, welche durch die Interaktion zwischen dem Gehirn (Neuro), der Sprache (linguistic) und dem Körper abläuft. Diese Interaktion kann sowohl effektives als auch ineffektives Verhalten hervorrufen.

Robert Dilts ist einer der wichtigsten Entwickler des NLP. Er bezeichnet es als „ “… Verhaltensmodell und ein System klar definierter Fähigkeiten und Techniken, das von John Grinder und Richard Bandler im Jahre 1975 begründet wurde.“

NLP-Axiome / Glaubenssätze

Die folgenden NLP-Axiome (oder Glaubenssätze) sind die nicht überprüfbaren Grundannahmen von NLP und somit die tragenden Elemente. Sie verweisen durchgängig auf ein hoffnungsvolles/positives Menschenbild.

Als wichtigste Annahmen gelten nach einer Zusammenfassung von Thies Stahl:

1. Menschen reagieren auf ihre subjektive Abbildung der Wirklichkeit und nicht auf die äußere Realität.

2. Geist und Körper sind Teile des gleichen kybernetischen Systems und beeinflussen sich wechselseitig.

3. Viele Verhaltensmöglichkeiten sind wichtig, weil ein System immer von dem Element kontrolliert wird, das am flexibelsten ist.

4. Ein Mensch funktioniert immer perfekt und trifft stets die beste Wahl auf der Grundlage der für ihn verfügbaren Informationen.

5. Jedem Verhalten liegt eine positive Absicht zugrunde, und es gibt zumindest einen Kontext, in dem es nützlich ist.

6. Das Ergebnis von Kommunikation ist das Feedback, das der Einzelne bekommt; Fehler oder Versagen gibt es nicht.

7. Kann ein Mensch lernen, etwas Bestimmtes zu tun, können es grundsätzlich alle Menschen.

8. Menschen verfügen über alle Ressourcen, die sie brauchen, um eine von ihnen angestrebte Veränderung zu erreichen.

Nach Robert Dilts Auffassung, sind alle Modelle und Techniken des NLP aus der Kombination der ersten beiden Annahmen entwickelt worden.

Vereinfacht ausgedrückt kann man diese drei wichtigsten Annahmen auch so formulieren:

  • “Die Landkarte ist nicht das Gebiet.” – wir schaffen uns ein Modell der Welt – unsere persönliche „Landkarte“. Diese persönlichen Landkarten werden nicht nach “richtig oder falsch” beurteilt. Trotzdem kann mache Landkarten nützlicher als andere sein. Wir können unsere Landkarten daraufhin überprüfen und gegebenenfalls ändern.
  • “Menschen treffen immer die für sie bestmögliche Wahl.”
  • “Jedes Verhalten hat positive Absicht.“

Die aufgeführten Grundannahmen sollen nicht als „Wahrheiten“, sondern als nützliche und veränderbare Bestandteile gesehen werden, weshalb sie auch ergänzt werden können.

Kernbegriffe des NLP: „Beliefs“, „Glaubenssysteme“, „Meta – Programme“ und Modelle

Beliefs, Glaubenssysteme und Meta-Programme sind elementare Begriffe im NLP
„Beliefs“ oder Glaubenssätze meinen die individuelle Einstellung, die ein Mensch zu einem Sachverhalt oder einer Person oder auch zu sich selbst hat.

Beliefs können mit NLP verändert werden. Es wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass jeder Mensch sich mit diesen Glaubenssätzen/Beliefs seine eigene Wahrheit herstellt. Diese Glaubenssätze sind teilweise nützlich und förderlich, können aber auch hinderlich sein. NLP hilft mit seinen verschiedenen wirksamen Methoden, gewünschte Veränderungen bei Klienten und Coaches herbeizuführen.

Der erste Schritt ist das zugänglich – machen des Glaubenssatzes, danach kann mit verschiedenen geeigneten Methoden an der Auflösung des hinderlichen Beliefs weitergearbeitet werden. Im Laufe dieses Prozesses entwickelt sich eine nachhaltige Veränderung der Einstellung/Haltung des Klienten oder Coaches.

Beliefs haben also nichts mit religiösem Glauben zu tun, sind eher die Beschreibung der individuellen Wahrheit eines jeden Menschen. In der NLP-Ausbildung werden Techniken entwickelt, wie man (unerwünschte) Glaubenssätze verändern kann.

„Glaubenssysteme“ – die „innere Landkarte des Menschen“

Mit Glaubenssystemen im NLP ist sozusagen die innere Landkarte eines Menschen gemeint. Sie beschreibt alles, was der Mensch für sich und seine Umwelt für wahr hält, neben seiner ideologischen und religiösen Überzeugung. Die Glaubenssätze/Überzeugungen sind der äußere Ausdruck dieser inneren Landkarte.

Überzeugungen werden als Ich-Botschaften ausgedrückt, als Verallgemeinerung (Generalisierungen) über eine Beziehung zwischen Erfahrungen.

Sind diese Überzeugungen einschränkend, hilft NLP diese aufzulösen oder zu verändern, um ein neues Verhalten möglich zu machen. Viele Überzeugungen die einem sagen was unmöglich, oder sinnvoll, bzw. unsinnig ist, sind gelernt, geerbt/übernommen oder selbst entwickelt.

„Dies muss man so oder so machen …“ Diese Art der Formulierung wird oft genommen wird, wenn man eine Überzeugung ausdrücken will, die man für eine selbstverständliche Tatsache hält. Vieles was wir an Überzeugungen mit uns herumtragen, schränkt uns ein, speziell in der eigenen Entfaltung. Diese Überzeugungen haben dann den Effekt der „sich selbst erfüllenden Prophezeiung“.Im negativen Sinne verhindern sie so das Eintreten einer Veränderung.

“Wenn Menschen wirklich glauben, dass sie etwas nicht können, werden sie unbewusst einen Weg finden, das Eintreten einer Veränderung zu verhindern. Sie werden einen Weg finden, die Ergebnisse so zu interpretieren, dass sie mit ihren bestehenden Überzeugungen übereinstimmen” (Identität, Glaubenssysteme und Gesundheit, Robert B. Dilts S.20)

Das Auflösen von einschränkenden Glaubenssätzen ist deshalb eine wichtige Methode zum Beenden limitierender Folgen. Überzeugungen spielen sich auf einer hohen logischen Ebene ab, darum haben Veränderungen in dem Bereich weitreichende Konsequenzen.

„Meta-Programme“ – personenspezifische Wahrnehmungsfilter

Unser Meta – Programm (Informationsverarbeitungsmuster) bestimmt den Umgang mit Informationen, ob wir sie bemerken, wie wir sie verzerren, löschen oder generalisieren, bestimmt die Qualität unserer Erfahrung und darüber, was uns interessiert.

Generell wirken Meta-Programme wie spezielle Filter, die jede Information aus der Außenwelt bearbeiten, formen und gestalten, der wir erlauben nach innen zu gelangen. Meta-Programme sind wie eine Tür, die uns erlaubt, mit der Welt draußen zu interagieren. Die Tür bestimmt, was von der Welt draußen zu uns herein dringt. Trotzdem man gemeinhin glaubt dies sei nicht zu beeinflussen, kann man diesen Filter verändern.

Für bestimmte Aufgaben oder Tätigkeiten sind bestimmte Meta-Programm-Muster unterstützend und weniger unterstützend, fördern oder behindern. Nach Rodger Baileley sind Meta – Programme der Status-Report, in welcher Form Menschen auf eine gegebene Situation reagieren. Das Anwenden unterstützender Meta-Programme wird in der Wirtschaft und im Kommunikationsbereich verstärkt umgesetzt.

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Was alle Erfolgreichen miteinander verbindet

Was alle Erfolgreichen miteinander verbindet

Nov 28

Was alle Erfolgreichen miteinander verbindet, ist die Fähigkeit, den Graben zwischen Entschluß und Ausführung äußerst schmal zu halten.

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